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STADTINFORMATIONEN

(js) Das Meisterstück barocker Baukunst leitet seinen Namen nicht von einem Tierkäfig ab. Dieser stammt vielmehr aus der Festungsbaukunst und bezeichnet den Platz zwischen innerer und äußerer Festungsmauer. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle der "Zwingergarten", welcher 1709 mit Holzgalerien umbaut und als Festplatz abgegrenzt wurde. Doch bereits 1710 übergab König August der Starke dem Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann zusammen mit einer eigenen Ideenskizze den Auftrag, eine Orangerie für seine exotischen Pflanzen zu bauen.
Der Zwinger entstand während mehrerer Bauphasen zwischen 1710 und 1732. Bereits während dieser Zeit frönte man hier der Lust. Ein rauschendes Fest übertraf das folgende. Das pompöseste wurde 1719 anlässlich der Vermählung des Kronprinzen Friedrich August mit der Kaisertochter Maria Josepha gegeben. Es dauerte vier Wochen. Nach den ersten Plänen blieb die Elbseite unbebaut. Mehr als 100 Jahre später schloss Gottfried Semper die Lücke mit der im Stil der Hochrenaissance erbauten Gemäldegalerie.
Während der Bombardierung Dresdens 1945 wurden die erst 10 Jahre zuvor renovierten Gebäude völlig zerstört. Wenige Monate später begann der Wiederaufbau, der 1963 seinen Abschluss fand.
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